Nach einem unbestätigten Schreiben welches die Piratenpartei Deutschland aus dem bayerischen Justizministerium erhalten hat, soll das Landeskriminalamt Bayern so genannte "Bayern-Trojaner" zum Abhören von VoIP-Telefonaten schon einmal eingesetzt haben
Das Schreiben beinhaltet Indizien eines schon erfolgten Einsatzes zum abhören von Skype-Gesprächen und technischen Daten der Software. Laut den Daten kann die Installation per Mail oder vor Ort erfolgen, läßt sich spurenlos aktualisieren, erweitern und entfernen, Datenversand über einen Rechner außerhalb Deutschlands, Zugriffe auf interne Merkmale des Skype-Clients und auf durch SSL verschlüsselte Webseiten kann ebenfalls mit dem Trojaner zugegriffen werden.
Die monatliche Miete für die staatliche Abhorch-Software liegt bei 3.500 Euro pro Monat und Maßnahme. "Wäre dieses Angebot nur die Spitze eines Eisberges: solche Dumpingpreise rentieren sich nur durch den massenhaften Einsatz der Software. Entweder wäre dieser dann ggfs. unter der Hand des bayrischen Justizministeriums bereits geplant, oder die entwickelnde Firma würde den Trojaner auch an andere Dienste veräußern - mit katastrophalen Folgen für die Sicherheit der Polizei, der Überwachten und der Beweise, die vermeintlich sicher gestellt werden.", schätzt Jan Huwald, der politischer Geschäftsführer der Piratenpartei ist.