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Botnetze gibt es seit 1998
Veröffentlicht am Mittwoch, 28.Mai 2008 von Redaktion


Im Rahmen des Aufsatzes "Botnetze - Geschäfte mit Zombies" des Virenexperten Vitaly Kamluk der Virenschutzfirma Kaspersky Lab über die Botnetzwerke, gibt diese schon seit zehn Jahren aber deren Gefahr wird dennoch unterschätzt. Die Botnetze sind inzwischen zu einer starken Bedrohung geworden und haben sich zu einer millionenschwere Einnahmequelle für die Cyberkriminellen entwickelt. Bei einem Botnetzwerk handelt es sich um einem Zusammenschluss von Rechnern die von Cyberkriminellen mit einem Schadensprogramm infiziert wurden. Dadurch können sie die Rechner aus der Ferne steuern und die Schadensprogramme für Botnets werden schlicht Bots genannt.



Die Botnetzwerke haben starke Rechenressourcen und sind daher eine gefährliche Waffe für Angriffe im World Wide Web. Zudem werden sie verstärkt eingesetzt um illegal an Geld zu kommen. Die Rechner eines solchen Netzwerks können von jedem Ort auf der Welt gesteuert werden wobei die Botnetz-Betreiber namentlich unbekannt bleiben. Der Anwender eines infizierten Computers hat meist keine Ahnung davon, dass sein eigener Rechner von den Online-Kriminellen gesteuert wird.

Beim überwiegenden Teil der Botnetz-Rechner handelt es sich um Rechner, die Privatanwendern gehören. Die Cyberkriminellen setzen ihre Roboternetze für die unterschiedlichsten kriminellen Zwecke ein und reichen vom Datendiebstahl über den Spamversand bis hin zur Erpressung und Angriffen auf staatliche Computersysteme. Dafür sind keine besonderen Kenntnisse erforderlich und es ist kein großes Eigenkapital notwendig. Die Betreiber bieten ihre Botnetze zu moderaten Preisen allen Interessenten und zwar in Komplettpaketen an. In diesen Komplettpaketen sind Programme, fertige Botnetzwerke und anonyme Webhosting-Dienste enthalten.

Zur Zeit sind die Roboternetze eine der wichtigsten Einnahmequellen der Online-Kriminellen und wird von den Virenexperten als gefährliche Waffe eingestuft. Dieses Waffensystem werden die Cyberkriminellen nicht freiwillig aus der Hand geben und die Sicherheitsexperten weltweit zeigen sich besorgt über eine Weiterentwicklung der Botnet-Technologie. Neben den Internet-Kriminellen könnten auch Staaten am Aufbau solcher Netzwerke ihr Interesse zeigen und diese dann als Druckmittel zur Durchsetzung eigener Ziele einsetzen. Die Basis der mächtigen Botnetzwerke sind die infizierten Rechner der Privatanwender und diese Computermacht nutzen die Kriminellen für ihre Zwecke entsprechend aus - auf Kosten der Anwender.


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