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Botnetze werden als digitale Variante altbekannter Verbrechen eingesetzt
Veröffentlicht am Wednesday, 24.November 2010 von Redaktion


Immer wieder sorgen Netzwerke mittels Malware gekaperter Rechner für viel Aufsehen. Diese Geflechte aus Zombie-Computern werden von ihren Betreibern als Geldquelle errichtetet. Recherchen des Virenschutz Anbieter Symantec ergaben, dass die Betreiber dieser Netzwerke Millionen von US-Dollar verdienen.



Netzwerke aus Zombie-Computern werden von ihren Betreibern als Einnahmequelle errichtet und an interessierte Internet-Betrüger zwischen 9 US-Dollar und bis zu 65 US-Dollar pro Stunde vermietet. Das Experten-Team von MessageLabs Intelligence, der Analyseabteilung von Symantec Hosted Services hat nun ermittelt womit die Mieter dieser Botnetze ihre Gewinne erzielen. Eine der wohl einträchtigsten Einnahmequellen ist der Spam-e-Mail-Versand.

Selbst wenn auch nur ein bedeutungsloser Bruchteil der lästigen und nervenden Werbebotschaften zum Erfolg führt, bedeutet dieses einen Erfolg für ihre Urheber. Die Betreiber fragwürdiger Onlineapotheken können dank Spam-e-Mails einen Jahresumsatz von bis zu 3,5 Millionen US-Dollar erzielen. Die 3 anderen kriminellen Erwerbszweige, welche mittels Botnetze Internet-Nutzer attackieren könnte man als die digitale Varianten von Bankraub, Diebstahl und Schutzgelderpressung bezeichnen. Via Botnetz verbreitete Malware kann für den Internet-Betrügern mehr Einnahmen bedeuten als jeder reale Bankraub mit Pistole.

Im Jahr 2010 konnte das FBI (Federal Bureau of Investigation) eine Gruppierung von Internet-Kriminellen festnehmen, welche mit Hilfe des Trojaners Zeus circa 70 Millionen US-Dollar von fremden Bankkonten ergaunert hatten. Der Trojaner ist auch als Kneber Zbot, PRG, wsnpoem oder Gorhax bekannt. Mit der Androhung Webseiten mit so genannten Denial-of-Service-Attacken lahmzulegen versuchen Internet-Kriminelle Schutzgeld von ihren Opfern zu erpressen. Verweigert der Betreiber der Webseite die Zahlung werden dessen Server solange von gemieteten Botnetzen mit Unmengen an Daten bombardiert bis diese den Dienst versagen.

Eine weitere Art der digitalen Kriminalität hat sich darauf spezialisiert auf illegalen Netzwerken Nutzerkonten bekannter Onlinespiele zu knacken. Auf diesen Plattformen können sich Spieler digitale Gegenstände erspielen, welche ihnen einen Vorteil in ihrem Spiel verschaffen. Desto seltener und schwieriger diese zu erspielenden Dinge zu erwerben sind, je wertvoller sind diese auch.

Internet-Betrüger übertragen derartige Items von den gehackten Konten auf eigens dafür angelegte Konten um diese von dort aus zu verkaufen. Es wird berichtet, dass eine asiatische Bande auf diese Weise 140.000 US-Dollar ergaunert habe.


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