Der Chaos Computer Club (CCC) steht dem neuen Gesetzentwurf welches unter anderem Hacker-Tools verbietet, skeptisch gegenüber und warnt davor dass dies die Computersicherheit bedrohen könnte. Denn die vom Gesetzentwurf kriminialisierte Software wird auch dazu eingesetzt um Sichderheitslecks zu analysieren.
"Die Vorstellungen des Gesetzgebers zeugen von einer ausgeprägten Unkenntnis der technischen Vorgehensweisen. Testangriffe zum Auffinden von Sicherheitslöchern sind für die IT-Sicherheit wie Crashtests für die Autoindustrie. Niemand käme auf die Idee, Crashtests zu verbieten", erklärte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn.
Der Gesetzentwurf sieht ein Verbot von Hacker-Tools vor aber damit würde die Sicherheit gefährdet denn die Virenschutzunternehmen führen damit Angriffe durch um entdeckte Sicherheitslecks zu schließen.
"Es muss endlich Rechtssicherheit in der riesigen Grauzone des Datenbasars geschaffen werden. Derzeit verarbeiten und verkaufen internationale Datendealer-Ringe und skrupellose Unternehmen weitgehend ungestört ganz persönliche Daten deutscher Bürger. Hier sind auch eine Vielzahl von Datenlecks in privatisierten Staatsbetrieben und bei Public-Private-Partnerschaften zu schließen", fordert Andy Müller-Maguhn.
Der Chaos Computer Club fordert härtere Strafen gegen Datenschutz-Verstöße und sieht darin eine effektive Eindämmung der Computerkriminalität. Zur Zeit wird eine illegale Datenweitergabe als Kavaliersdelikt eingestuft.