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Das Kleingedruckte wird meist ignoriert
Veröffentlicht am Mittwoch, 02.Mai 2012 von Redaktion


Laut einer für den BITKOM durchgeführten Umfrage lesen lediglich 6 Prozent aller Internet-Nutzer immer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern durch. 16 Prozent der Umfrageteilnehmer lesen zumindest manchmal die AGB durch. Die Umfrage hat somit bestätigt, dass das Kleingedruckte nur selten komplett durchgelesen wird. 53 Prozent der Befragten wünschen sich verständlichere Formulierungen.



Das Institut Aris hat im Auftrag des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. / BITKOM eine Umfrage zum Umgang mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern durchgeführt. Laut Umfrageergebnis kämpft sich lediglich jeder 5. Internet-Nutzer mehr oder weniger regelmäßig durch die meist viel zu langen und unverständlichen Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Online-Anbietern.

Lediglich 6 Prozent der Befragten erklärten, dass sie die AGBs immer durchlesen und immerhin 16 Prozent der Umfrageteilnehmer lesen gelegentlich das Kleingedruckte. Während ein Drittel der Umfrageteilnehmer keine Angaben darüber machen wollten ob sie die AGBs durchlesen oder nicht erklärten 17 Prozent Befragten, dass sie die AGBs selten lesen und 23 Prozent erklärten, dass Kleingedruckte nie zu lesen.

Der Präsident des Hightech-Verbandes, Professor Dieter Kempf erklärt in dem Zusammenhang: "Unsere Vermutung hat sich bestätigt, dass nur eine Minderheit im Internet das Kleingedruckte liest.“ Weiter führt der Professor aus: "Es ist nur allzu verständlich, dass man sich nicht durch einen oft seitenlangen, schwierigen Paragraphendschungel quälen will.

Aber man geht damit unter Umständen Risiken ein." Mangelnde Klarheit und Verständlichkeit der AGBs sind dafür verantwortlich, dass diese meist ungelesen bleiben. 53 Prozent der Befragten wünschen sich verständlichere Formulierungen. Der BITKOM D Präsident legt dar: "Das Dilemma liegt darin, dass Unternehmen die AGB so formulieren müssen, dass sie juristisch optimal aufgestellt sind. Der Verständlichkeit kommt das nicht zugute.“

Um das Vertrauen der Kunden zu stärken regt der Professor an: "Anbieter sollten überlegen, ob für Benutzer wichtige Themen - ergänzend zu den juristischen Formulierungen - in Form eines Frage-Antwort-Katalogs deutlich verständlicher formuliert werden können.“ An der Umfrage nahmen über 1.300 Personen über 14 Jahren teil. Mehr als 1.000 Umfrageteilnehmer waren Internetnutzer. Die Umfrage hat somit bestätigt, dass das Kleingedruckte im Internet genau wie auch in der realen Welt nur selten komplett durchgelesen wird.


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