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Europaeischer Polizeikongress fordert mehr Technik an Grenzen
Veröffentlicht am Freitag, 05.Februar 2010 von Redaktion


Auch auf dem diesjährigen 13. Europäischen Polizeikongress stellte die Runde der Innenminister den Höhepunkt dar. Angeführt wurde dieser von Hamburgs Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) und momentaner Vorsitzender der Innenministerkonferenz. Politiker wie Holger Hövelmann (SPD), Ingo Wolf (FDP) und Uwe Schürmann (CDU) beschäftigten sich mit den zunehmenden gewalttätigen Übergriffen gegen Polizeibeamte.



Zudem wurde die Frage erörtert, wie weit in Afghanistan die Polizistenausbildung gehen kann. Viele IT-Themen kamen ferner in diversen Arbeitsgruppen zur Sprache. Einigkeit bestand in der Verurteilung von Angriffen auf Polizisten, während in der Frage nach möglichen Ursachen die Meinungen auseinander gingen. Hierbei wurden Integrationsprobleme von Migranten, zunehmender Alkoholkonsum und eine falsche Toleranz gegenüber Linksautonomen genannt, welche unterschiedliche Lösungsvorschläge nach sich zogen, wobei lediglich die Videoüberwachung fehlte, welche von Bouffier, dem hessischen Innenminister, sogar als untaugliche Maßnahme bezeichnet wurde.

Er forderte statt dessen, dass sich Busse und Verkehrsunternehmen selbst verpflichten, private Sicherheitsbeamte in jedem Fahrzeug präsent sein zu lassen. Ein weiteres Thema bildete die Sicherheit der Flughäfen sowie die Ausbildung des Personals. Derzeit arbeiten an deutschen Flughäfen rund 15.000 private Sicherheitskräfte zu einem Stundenlohn in Höhe von 11,30 Euro. Ihr Aufgabe besteht hauptsächlich in der Sichtung des Gepäcks sowie der Untersuchung der Passagiere. Die Arbeitsgruppe zur Flughafensicherheit beschäftigte vordergründig nicht die Frage nach den umstrittenen Nacktscannern, sondern vielmehr, wie eine Ausbildung dieser Kräfte erfolgen könne.

Der Chef der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt/Main, Wolfgang Wurm, sprach sich dafür aus, weg von der Debatte um einzelne Geräte und dafür hin zu einer ganzheitlichen Sicht bezüglich der Sicherheit an Fluthäfen zu kommen. Wurm wünsche sich in Anbetracht der voraussichtlichen Verdoppelung des Passagieraufkommens bis zum Jahr 2020 lange, mit einer hohen Anzahl empfindlicher Sensoren ausgestattete Eingangsportale, mit welchen sowohl Passagiere als auch deren Gepäck untersucht werden kann. Dieser Vorschlag entspricht dem Fraunhofer Projekt „HAMLeT“.

Die automatische Passagierkontrolle, welche sich derzeit mit dem EasyPass in der Erprobungsphase befindet, weckte die Hoffnungen mehrerer Referenten. Der europäische Polizeikongress wird sich zukünftig weiterhin verstärkt mit IT-Themen beschäftigen, was durch einige Referate zur Leitstandtechnik bei Großlagen verdeutlicht wurde. Viele Trainingseinheiten sollen, da auch die Polizei auf das Sparen angewiesen ist, künftig virtualisiert werden, was im Verlauf der Ausbildung zum Piloten bereits der Fall ist.

Von Uwe Seidel von der baden-württembergischen Polizei wurde das Training für einen helikoptergeführten Polizeieinsatz vorgestellt, dessen Absolvierung mittels Computer in einer Musterstadt erfolgt. In Zukunft wird es die teuren Pflichtübungen, zu welchen bisher ein Hubschrauber abkommandiert werden musste, nicht mehr geben. Seidel versicherte, dass in der Musterstadt fast jeder mögliche Polizeieinsatz simuliert werden könne bei unterschiedlichen Sicht- und Wetterbedingungen.






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