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Kriminelle missbrauchen Onlinewaehrung fuer Erpressungsversuche
Veröffentlicht am Dienstag, 20.September 2011 von Redaktion


Sicherheitsexperten sehen mit Sorge, dass Online-Betrüger die virtuelle Währung Bitcoins für ihre Zwecke entdeckt haben. Seit geraumer Zeit wird beobachtet, dass nicht nur Privatrechner gekapert werden um das Online-Geld zu erzeugen. Internet-Betrüger drohen Betreibern von Webseiten damit, dass ihre Seiten stillgelegt werden wenn diese nicht innerhalb einer bestimmten Frist eine bestimmte Menge an Bitcoins auf das Konto des Erpressers überweisen.



Wo immer die Cyberszene im Internet eine Möglichkeit sieht Geld zu verdienen werden die Kriminellen aktiv. Der Sicherheits-Software-Hersteller Trend Mirco hat vor wenigen Tagen eine Schadsoftware entdeckt mit welcher Kriminelle Privatrechner in ihre Gewalt bringen können um diese zum virtuellen Gelddrucken zu missbrauchen.

Bei der Untersuchung der Schadsoftware ist eine Komponente aufgefallen mit welcher so genannte Denial-of-Service / DoS-Angriffe gesteuert und ausgeführt werden können. Wird ein Webserver quasi mit Anfragen bombardiert, so wird dieser überlastet und lahmgelegt. Was zur Folge hat, dass die Webseite für Besucher nicht mehr erreichbar ist.

So können Online-Erpresser Webshop-Betreibern mit Umsatzverlust und Imageverlust gleich doppelt schaden. Bis vor wenigen Tagen war solch ein Angriffsszenario lediglich Theorie. Nun hat ein Webmaster von einem derartigem Erpressungsversuch berichtet, bei welchem der Erpresser 100 Bitcoins forderte. Bitcoins sind eine virtuelle Währung, welche von einem Japaner eingeführt wurde.

Aktuell beträgt der Wechselkurs für einen Bitcoin 4 bis 5 Euro. So gesehen sind 100 Bitcoins offenbar kein großer Gewinn für die Erpresser. Aber im Internet gilt, Kleinvieh macht auch Mist oder die Masse macht es. Mit wenig Aufwand können die Erpresser gleichzeitig viele Ziele angreifen. Keine dieser Attacken ist so groß, dass die Angreifer mit ernsthaften Gegenmaßnahmen rechnen müssen. Die relativ niedrige Summe und die Angst vor Umsatz,- und Imageverlust wird einen Großteil der potentiellen Opfer dazu bewegen die geforderte Summe an die Erpresser zu zahlen.

Es kann nicht ausgeschlossen, dass sich die Cyberszene neben Erpressung, dem Missbrauch von Privatrechnern als virtuelle Münzautomaten und Phishing-Attacken auf Bitcoins-Wechselstuben weitere Betrugsmaschen ausdenken wird, um die virtuelle Währung für ihre kriminellen Zwecke zu missbrauchen.


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