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MessageLabs Intelligence Report Mai 2008
Veröffentlicht am Donnerstag, 05.Juni von Redaktion

Nach dem aktuellen Intelligence Report für den Mai 2008 des IT-Sicherheitsunternehmens MessageLabs handelte sich bei 76,8 Prozent aller Mails um nervige Spam-Mails, die in den Mailpostfächern eingetroffen waren. Dies ist die höchste Spam-Quote seit Anfang des vergangenen Jahres. Dafür sind laut den Sicherheitsexperten die veränderten Taktiken zur Verbreitung von virtuellen Werbenachrichten verantwortlich. Die Spammer setzen nicht mehr wie in der Vergangenheit auf eMail-Anhänge sondern nutzen verstärkt Onlinedienste, die eine hohe Nutzungsquote bei den Verbrauchern haben. Dazu gehören Dienste wie Google Calendar, Google Docs und Microsoft Skydrive.



"Spammer machen sich die Tatsache zunutze, dass solche Dienste gratis sind, eine ausreichende Bandbreite zur Verfügung stellen und selten auf Blacklists geführt werden - so gibt es nun eine weitere Ergänzung zur immer längeren Liste von Verfahren und Verbreitungswegen, mit denen Urheber von Spam herkömmliche Abwehr-Mechanismen erfolgreich ausgetrickst haben.", erklärte Mark Sunner, der Chief Security Analyst bei MessageLabs ist.

Beim Phishing wurden neue Formen von Phishing-Angriffen festgestellt wozu auch der Fall eines versuchten Passwort-Diebstahls zählt. Der Angriffe erfolgte mit dem Botnetzwerk Srizbi und zielte dabei auf Kunden der Central Bank im US-Bundesstaat Missouri ab. Dabei nutzten sie die "Go Green"-Aktion der Bank und verschickten Phishing-Mails. In den Mails wurden die Empfänger gebeten sich für einen Kontoauszugs-Service zu registrieren und sollten dafür ihre persönlichen Zugangsdaten eingeben. Ob Kunden einen finanziellen Schaden davon getragen haben ist nicht bekannt.

Im Internet ist ein Krieg zwischen den beiden Botnetzwerken SturmWurm (Storm) und Srizbi ausgebrochen. Das stürmische Botnet verschickte am 19.05.2008 satte 81.000 Kopien seiner neuen Schadsoftware "iloveyou.exe" und damit seine Vorherrschaft unter den Botnetzen verteidigen konnte. Dennoch muss sich das Konkurrenz-Botnet mit dem komplizierten Namen nicht geschlagen geben, immerhin war es im Mai für 40 Prozent aller Spam-Mails verantwortlich. Welches der beiden Botnetzwerke nun die Vorherrschaft dauerhaft haben wird, ist unklar aber es könnte durchaus sein dass Storm und Srizbi zu einem Roboternetzwerk zusammengeschlossen werden könnten.


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