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Millionen Deutsche folgten Rat des BSI und suchten Testseite auf
Veröffentlicht am Freitag, 13.Januar 2012 von Redaktion


Anfang der Woche hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik / BSI Internet-Nutzer vor einer neuen gefährlichen Schadsoftware namens DNS-Changer gewarnt. In dem Zusammenhang rief das BSI dazu auf die Webseite www.dns-ok-de aufzusuchen um festzustellen ob der eigene PC verseucht ist oder nicht. Die Aktion kann als voller Erfolg verbucht werden. Bis Donnerstagnachmittag waren bereits rund 7,5 Millionen User dem Ratschlag gefolgt und haben die von der Telekom bereitgestellte Seite aufgesucht.



Nachdem das BSI Anfang der Woche eine Warnung vor einer gefährlichen Schadsoftware namens DNS-Changer herausgegeben hatte und im dem Zusammenhang alle Internet-Nutzer aufforderte die von der Telekom bereit gestellte Webseite www.dns-ok-de aufzusuchen um festzustellen ob der eigenen PC verseucht ist oder nicht, kann man nun bereits sagen, dass die Aktion ein voller Erfolg war.

Rund 7,5 Millionen User waren bereits bis Donnerstagnachmittag dem Rat gefolgt und haben die Seite aufgesucht. Sobald die Webseite aufgesucht wird, wird dem User innerhalb weniger Sekundenbruchteile mittels grün oder rot angezeigt ob sein Computer infiziert ist oder nicht.

38.000-mal soll bisher die rot markierte Warnseite angezeigt worden sein. Der betreffenden User wird dann mit weiterführenden Informationen versorgt. Rot heißt jedoch nicht automatisch, dass der Computer tatsächlich durch die Schadsoftware bereits auf einen gefälschten DNS-Server umgeleitet wurde. Der DNS-Changer ist in der Lage die Netzwerk-Konfiguration eines PCs zu manipulieren und den Computer auf manipulierte Webseiten der Cyberkriminellen umzuleiten, sobald eine beliebte Internetseite aufgerufen wurde.

Das Schadprogramm wurde via DNS-Changer Botnetz verbreitet. Die Betreiber des Botnetzes wurden im November 2011 festgenommen und das FBI ersetzte die Server. Am 8.März 2012 sollen diese jedoch wieder abgeschaltet werden. Wären alle Steuerungscomputer der Kriminellen mit einem Mal plötzlich abgeschaltet worden, so wären vermutlich weltweit einige Millionen Computer-Nutzer abrupt und unerwartet aus dem Internet ausgeschlossen worden.


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