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Open Source durch Urheberklagen in Gefahr
Veröffentlicht am Donnerstag, 16.September von Redaktion

Der Analyst Gary Barnett des Marktforschungsunternehmens Ovum sieht Open Source aufgrund von Urheberklagen in Gefahr, weil es bei Open Source Software keinen eindeutigen Urheber gäbe.


„Ohne einen klaren Urheber stellt sich die Frage, wer dann die Partei ist, bei der ein Anwender rechtliche Ansprüche geltend machen kann“, sagt Gary Barnett und es kann ja seiner Meinung nach passieren, dass eine Firma ein Open Source Produkt benutzt und verändere aber anschließend entdecken würde, dass es einen gestohlenen Code beinhalte.

Das Problem um unklare Urheberrechte bezeichnet Ovum als Mixed Ownership, was deutlich wird, wenn man sich den Fall um das Contentmanagementsystem (CMS) Mambo betrachtet.

Als Brian Connolly, welcher Chef des Providers Furthermore ist, zwei Entwickler beauftragte ein CMS zu programmieren, habe ein Entwickler nach Connollys Worten diesen Code ohne Genehmigung in das Open Source CMS Mambo eingepflegt.

Mit dem einpflegen des Codes habe der Entwickler den Vertrag verletzt, welcher zwischen Furthermore und dem Entwicklerteam vereinbart worden sei.

Die Aussagen von Connolly wurden vom Mambo Development Team zurückgewiesen und teilten mit dass die Angelegenheit den Anwälten übergeben worden sei und es werde keine öffentlichen Erklärungen zu dem Thema geben.

Von Connolly wird das Thema heruntergespielt, weil der Streit nicht so eine kontroverse Bedeutung habe wie zwischen IBM und SCO. Das Unternehmen SCO verklagte IBM, weil ein Unix-Code angeblich in Linuxprogrammen eingebaut worden sei, an denen SCO Rechte besäße.

Solche Auseinandersetzungen wie zwischen Furthermore und Mambo werden in Zukunft laut Analyst Gary Barnett weiter zunehmen ebenso die Schärfe.

„Die Softwareindustrie ist mitten in einem Wettrüsten und manche Unternehmen setzen Copyrights und Patente als Munition ein“, so Barnett und rät Firmen nur solche Open Source Programme einzusetzen, wo die Herstellung öffentlich dokumentiert sei und außerdem solle eine Open Source Policy entwickelt werden.

Diese Open Source Policy beschreibt den Prozess, bei welcher der Einsatz von Open Source Programmen in der Firma genehmigt und festgelegt wird, welche Open Source Lizenzen genutzt werden dürfen.

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