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Schaedlinge im Netz So wird trotzdem sicher gesurft
Veröffentlicht am Donnerstag, 05.Juni 2014 von Redaktion


Die Gefahr, die viele User beim Surfen immer wieder verdrängen, ist leider traurige Realität: Viren, Trojaner und Phishing-Attacken können heutzutage in der Tat an jeder Ecke lauern und den eigenen Rechnerbefallen. Besonders der Ausspäh-Skandal bei Ebay zeigte in den letzten Wochen, dass unsere Daten ein offenes Geheimnis sind. Hacker stahlen damals 145 Millionen Kundensätze und verkauften diese für umgerechnet 25 Pfund pro Kombination an Betrüger. Wir zeigen Ihnen in diesem Special, welche Gefahren im Internet lauern und wie Sie sich entsprechend schützen können!



Viren, Würmer, Trojaner - Was ist was?

Die Vielfalt an Internet-Schädlichen ist mittlerweile beachtlich und für einfache Internetbenutzer oftmals kaum noch zu erkennen. Besonders bekannt und schon „seit Jahren dabei“ sind dabei die sogenannten Viren; Würmer und Trojaner stellen dabei Unterarten der Viren dar. Ein Virus ist ein kleines Programm, das häufig in E-Mail-Anhängen (meistens in Form einer .exe-Datei) versteckt ist. Wurde dieses Programm erst einmal geöffnet, installiert sich der Virus unbemerkt im Hintergrund, bremst die Rechenleistung bzw. Performance des Rechners signifikant und verhindert oftmals auch die ordnungsgemäße Ausführung anderer Programme, u.a. der Virenschutzsoftware. In den meisten Fällen wird der PC langsamer und es erscheinen Fehlermeldungen. Seltener können Viren auch den Befehl zur Formatierung der Festplatte geben.

Würmer sind lediglich eine Weiterentwicklung des Computervirus. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei der Infektion eines Computers dessen Festplatte nach weiteren Kontaktdaten durchsuchen – anschließend kopiert bzw. vervielfältigt sich der Wurm vielfach und verschickt sich selber an die erbeuteten E-Mail-Adressen. Durch die hohe Netzwerkbelastung sind die Schäden größer als bei einem Virus. Auch Würmer werden über E-Mails übertragen, können allerdings auch unabsichtlich beim Besuch von Tauschbörsen und als „Nebenprodukt“ bei Download von unseriösen Quellen mit heruntergeladen werden.

Im Gegensatz zu Würmern vermehren sich Trojaner nicht selbstständig. Sie verstecken sich in Phishing-E-Mails und vermeintlich sinnvollen Programmen. Werden diese heruntergeladen, installiert sich der Trojaner, der anschließend die persönlichen Daten auf dem PC ausspioniert. Auch sogenannte Keylogger, die jegliche Abfolgen der Tastatureingabe registrieren und direkt an den „Täter“ per Mail oder Upload weiterleiten, gehören zu den Trojanern. Bestimmte Trojaner erlauben auch eine Steuerung des Computers vom Ersteller, der dann häufig auf Dialer-Angebote zurückgreift und damit hohe Kosten für den Computerbesitzer verursacht.

Schädlingen effektiv vorbeugen - so gehts!

Natürlich sind für jeden Internetnutzer Antivirenprogramme Pflicht. Netzsieger.de hat zahlreiche Antivirenprogramme getestet. Ein Beispiel: Benutzer des kostenlosen Tools Avira kennen die regelmäßigen Erinnerungen des Programms, dass man mit der kostenpflichtigen Version noch mehr Sicherheit erhält – ob das Upgrade wirklich lohnt und wie die Kaufversion letztendlich abschneidet, kann direkt dem umfangreichen Test entnommen werden. Der Testsieger und alle weiteren Programme sind hier zu finden: http://www.netzsieger.de/k/antivirus. Generell sollten Sicherheits-Tools sowie das laufende Betriebssystem stets auf dem aktuellsten Stand gehalten werden, sodass identifizierte Sicherheitslücken beseitigt und die regelmäßigen Updates der Antiviren- und Malwareprogramme heruntergeladen werden. Neben der technischen Komponente ist vor allem das Nutzerverhalten des Internetbenutzers wichtig – aufmerksame User leisten den entscheidenden Anteil dafür, dass die Schadsoftware erst gar keinen Zugang zu dem eigenen  Computer bekommen kann.

Zu einem sicheren Surfverhalten gehört in erster Linie die Erstellung von sicheren Passwörtern – ideal ist dabei eine nicht logische Kombination aus (Groß- und Klein-)Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit (kurz DIVS) hat im Rahmen des Heartbleed-Bugs einen sehr interessanten Beitrag veröffentlicht, der gerade was die Passworterstellung angeht sehr gute Impulse liefert. So wird gezeigt, wie mit einfachen Mitteln ein kompliziertes Passwort erstellt werden kann, dass man sich trotzdem gut merken kann. So kann der User von seinem Lieblingssong, einem bekannten Zitat oder irgendeinem einprägsamen Satz die ersten Buchstaben nehmen (und dabei auch die Groß- und Kleinschreibung beachten!) und somit ein scheinbar willkürliches Passwort erstellen. Beispiel: Aus Xavier Naidoos „Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt“ kann so schnell „UweLmLv“ gemacht werden – ergänzt um eine Zahl (Hausnummer, Geburtsjahr o.ä.) wird so aus einem kurzen Zitat ein sicheres Passwort.

Für jeden Account sollte zudem ein eigenes Passwort gewählt werden – gerade dann, wenn immer dieselbe Mailadresse genutzt wird. Besteht der Verdacht, dass das eigene Passwort doch von einer dritten Person geknackt geworden ist, sollte es unverzüglich geändert werden. Zudem sollten E-Mail-Anhänge von unbekannten (oder scheinbar „offiziellen“ Absendern wie Banken, Versicherungen etc.) auf keinen Fall geöffnet werden. Persönliche Daten haben im Internet nichts verloren – ein Blick auf die Facebook-Einstellungen ist also ebenfalls ratsam.






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