Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) registrierte seit der Einrichtung ihrer Spam-Beschwerdestelle im Herbst des vergangenen Jahres mehr als eine Million Spam-Beschwerden. Heute hat die Verbraucherzentrale Bundesverband unter www.verbraucher-gegen-spam.de ein Infoportal mit umfangreichen Informationen und Tipps zum Thema Spam gestartet wo sich Verbraucher informieren können.
Nach einer Stichprobenauswertung der mehr als eine Million Spam-Beschwerden kommen 80 bis 90 Prozent der in deutschen Mailpostfächern eingetroffenen Mails nicht aus Deutschland. Bei den Spams in deutscher Sprache sind 50 Prozent der Phishing-Nachrichten die schon bekannten Phishing-Mails.
Die Spam-Mails bewarben nach Angaben der Spam-Beschwerdestelle überwiegend Medikamente, Erotikprodukte, Software, Kredite, Gewinnspiele, Glücksspiele und nicht erwünschte Newsletter. Von den Spam-Mails versuchten einige an Kundendaten wie Passwörtern gelangen.
In Zukunft soll kriminelles Spamming als Straftat gelten und mit hohen Geldstrafen verbunden werden sollte es sich um nicht erwünsche virtuelle Werbepost handeln.
Die Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die Bundesregierung auf die Bundesnetzagentur entsprechend auszustatten, denn mit Kompetenzen stärker ausgestattet könnte die Bundesnetzagentur besser gegen Spam vorgehen.