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Warnung vor Handy Ortung Missbrauch
Veröffentlicht am Montag, 31.Mai 2010 von Redaktion


Der technische Fortschritt bietet inzwischen Möglichkeiten, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren. Zu den Neuerungen gehört unter andern die Handy-Ortung. Oft wird die Handy-Ortung von der Polizei eingesetzt um vermisste Personen zu finden. Bedenklich wird es, wenn sinnvolle neue Techniken missbraucht werden.



Mittlerweile können Handys sehr genau geortet werden und jederzeit den jeweiligen Aufenthaltsort des Handy-Nutzers anzeigen. Inzwischen gibt es unzählige Nutzer von Ortungssystemen und es kann durchaus vorkommen, dass auch Personen geortet werden die nicht damit einverstanden sind. Herr Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, warnt vor dem Missbrauch bei der Ortung von Mobiltelefonen.

Durch den Paragraf 98 des Telekommunikationsgesetzes wird eine schriftliche Einwilligung eingefordert um auch geortet zu werden. Die Polizei darf solch eine Ortung beispielsweise nur nach richterlichem Auftrag vollziehen.Darüber hinaus muss der Handy-Besitzer bei jeder fünften Ortung mittels SMS darüber informiert werden, dass sein Handy geortet wird. Seriöse Anbieter werden den Paragraf 98 einhalten und auch die erforderlichen Textnachrichten (kurz: SMS) an das zu ortende Handy absenden.

Zum Problem werden wie überall unseriöse Anbieter, die den Paragraf 98 umgehen. Es kann durchaus vorkommen, dass die Handy-Ortung zum Beispiel aus Eifersuchtsgründen missbraucht wird. Dass die Bundesnetzagentur akzeptiert, dass Einwilligungserklärungen an die Ortungsdienste gehen ist als bedenklich anzusehen. Zu begrüßen wäre es, wenn die Einwilligung an das jeweilige Mobilfunkunternehmen gerichtet wird.

Das Mobilfunkunternehmen kann im Gegensatz zu dem Ortungsdienst anhand seiner gespeicherten Daten ersehen, wem das zu ortende Handy gehört. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz führt zu der Problematik aus: "Wenn jemand fälschlicherweise für mich eine solche Erklärung abgibt, habe ich als Betroffener kaum eine Möglichkeit herauszufinden, ob mein Handy geortet wird. Hier ist Missbrauch Tür und Tor geöffnet." Weiter sagte Herr Peter Schaar zu der Zeitung Sonntag Aktuell: "Diese heimliche Ortung muss gesetzlich und technisch soweit wie möglich unterbunden werden."


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