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Windows Phone 7 zeichnet Positionsdaten auf
Veröffentlicht am Freitag, 02.September 2011 von Redaktion


Da sein Mobiltelefon gegen seinen ausdrücklichen Wunsch die jeweiligen Positionsdaten aufgezeichnet hat, hat ein Windows-Phone-Nutzer in den USA Klage gegen Microsoft eingereicht. Die Standortdaten sollen von der Kamera-App des mobilen Betriebssystems Windows Phone 7 auch dann aufgezeichnet werden, wenn dieses vorher ausdrücklich via OPT-Out blockiert wird.



Nachdem rund 27.000 südkoreanische iPhone-Nutzer wegen Verstößen gegen den Datenschutz Sammelklage gegen Apple eingereicht und Schadensersatz von dem Konzern gefordert haben, wurde nun auch gegen Microsoft Klage eingereicht und auch Schadensersatz gefordert. Grund der Klage des Windows-Phone-Nutzers ist, dass das mobile Betriebssystem Windows Phone 7 auch gegen den ausdrücklichen Wunsch des Nutzers Positionsdaten aufzeichnet.

Dabei ist es unerheblich ob der Nutzer das Aufzeichnen der Standorte ausdrücklich via OPT-Out ablehnt. Der Redmonder Softwarehersteller hatte erst vor Kurzem vor dem US-Kongress bestätigt, dass von dem Konzern nur jene Nutzerdaten aufgezeichnet werden, für die der Nutzer explizit sein Einverständnis gibt. Offenbar gilt diese Aussage nicht für alle Microsoft-Produkte. Bisher hat sich Microsoft noch nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert.

Wie es dem Windows-Phone-7-Nutzer gelungen ist die Sicherheitslücke aufzudecken ist noch nicht bekannt. Nachdem im April bekannt wurde, dass iPhones und iPads mit der iOS-Version 4 heimlich still und leise die aktuellen Positionsdaten des Gerätes aufzeichnen und diese dauerhaft speichern machte sich weltweite Empörung über diese Praktiken des US-Konzerns breit. Mit den so ungefragt gesammelten Daten konnten komplette Bewegungsprofile ermittelt und angelegt werden.

Auch bei Apple war es unerheblich ob die Nutzer das Aufzeichnen der Standortdaten ausdrücklich ablehnten und die Funktion Geolocation in der Systemeinstellungen des Gerätes deaktivierten. Bei dem heimlichen Aufzeichnen und Speichern der Positionsdaten soll es sich bei Apple um einen Softwarefehler gehandelt haben, welcher im Mai mit dem Update auf iOS 4.3.3 eliminiert wurde.


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