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Ferritkernspeicher



Der Ferritkernspeicher ist ein Speichersystem welches heute nur noch selten zu finden ist und in den 1960er-Jahren stark verbreitet war. Der Speicher ist ein Magnetspeicher bestehend aus kleinen Ringkernen. Die Ringkerne verwenden Ferrit und sind auf dünnen Drähten aufgesetzt. Ein Bit wird jeweils durch einen Ferritkern dargestellt und ist nur 0,4 mm groß.

Als Basis dient dem Ferritkernspeicher die Hysterese, die eine erhebliche Auswirkung auf einen Ferritkern hat. Ein solcher Speicher setzte sich aus maximal 64*64 kreuzenden Kupferlackdrähten zusammen und zählte an jeder Drahtkreuzung einen Ferritring. Das Lesen des Ferritkerns wirkte jedoch zerstörend weshalb jeder Kern nach dem Lesevorgang ersetzt werden musste. In Handarbeit wurden die Ferritkernspeicher erstellt und waren daher ein sehr kostenintensives Speichermedium.

Die Kosten für einen Speicherblock deren Kapazität sich auf 16 Kilobyte belief kostete Mitte der 1960er-Jahre rund 10.000 DM. Das teure Speichermedium wurde mit der Entwicklung der integrierten Schaltkreise allerdings durch Festplatten, Disketten und CD-ROM abgelöst.



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