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FakeAV ist leider immer noch eine sichere Einnahmequelle
Veröffentlicht am Freitag, 28.Mai 2010 von Redaktion


Gefälschte Antivirenlösungen oder auch FakeAV sind für Internet-Kriminelle zu einer sicheren Einnahmequelle geworden. Forscher des Sicherheits-Software-Hersteller Trend Micro haben ein Jahr lang eine Bande von Internet-Betrügern, die mit FakeAV Internet-Nutzer ausbeuten, beobachtet. Diese eine Bande hat in nur einem Jahr Internet-Nutzer um ca.180 Millionen US-Dollar erleichtert.



Die Angst vieler Internet-Nutzer, dass ihr System mit einer Schadsoftware infiziert sei wird von Online-Betrügern schamlos ausgenutzt. Man könnte sagen, dass sich gefälschte Antivirenlösungen oder auch FakeAV sukzessiv zu einer Internet-Pest entwickelt haben. Die Internet-Betrüger, die von den Forscher des Sicherheits-Software-Hersteller Trend Micro beobachtet wurden, agierten in über 30 Ländern.

Die Kriminellen vertrauen darauf, dass Internet-Nutzer nervös werden wenn plötzlich Warnmeldungen auftauchen die suggerieren, dass ihr System infiziert sei. Nur zu gerne wird dann die gleichzeitig erscheinende angebliche Lösung für das Problem angenommen. Die vermeintliche Lösung besteht in einer gefälschten Antivirenlösungen, die zwischen 50 und 100 US-Dollar kostet. Im günstigsten Fall sind derartige FakeAV völlig wirkungslos. Im ungünstigen Fall lädt der User sich mit der angeblichen Antivirenlösung eine schädliche Software auf seinen Rechner.

Um möglichst viele Internet-Nutzer zum Kauf ihrer gefälschten Antivirenlösungen zu animieren, werden diese auf manipulierte Suchergebnisse gelockt. Wenn bei 100.000 Suchanfragen lediglich 1000 angebliche Antivirenlösungen verkauft werden, ergibt sich ein Tagesumsatz von mindestens 50.000 US-Dollar. Oft werden die Rechner, die wie beschrieben mit einem Schadprogramm infiziert wurden, als Zombie-Rechner missbraucht. Sobald der User im Internet surft wird er mit Werbung, die von sogenannten Kunden der Internet-Betrüger stammt, nur so überschüttet.

Jede so eingeblendete Werbung bringt weiteres Geld in die Kassen der Betrüger. Bei der observierten Bande waren es für das eine beobachtete Botnetz täglich etwa 25.000 US-Dollar Extra Einnahmen. Viele Internet-Nutzer, die auf derartige Abzocke herein gefallen sind, verlangen von ihrem Kreditkartenunternehmen eine Erstattung der gezahlten Beträge. Häufen sich diese Anfragen für einen Anbieter der gefälschten Antivirenlösungen, besteht für die Betrüger die Gefahr, dass das Kreditkartenunternehmen die Geschäftsbeziehung kündigt.

Um den Aufwand und die Kosten für immer wieder neue Tarnfirmen zu sparen, richten einige Betrüger bereits Call Center ein. Für einen Preis von 20 Dollar wird dem User hier erklärt, wie er die Aufforderungen zur kostenpflichtigen Aktualisierung der Antivirenlösung abstellen kann. Internet-Nutzern sollte immer bewusst sein, dass seriöse Anbieter von Sicherheitssoftware niemals derartigen Methoden wählen um für ihre Produkte zu werben.


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