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Mobilfunkanabieter speichern Bewegungsdaten bis zu 210 Tage
Veröffentlicht am Montag, 18.Juni 2012 von Redaktion


Die Datenspeicherung der Bewegungsdaten von Mobilfunkanbieter wird bereits seit geraumer Zeit als rechtswidrig kritisiert. Laut einer vom AK Vorrat veröffentlichten Erhebung der Bundesnetzagentur wird belegt, dass deutsche Mobilfunkanbieter Bewegungs-Daten bis zu 210 Tagen speichern. Mobilfunkanbieter speichern unter anderen wann, wo und wie ein Handy oder Smartphone genutzt wurde.



Spitzenreiter in Punkto Bewegungsdatenspeicherung ist offenbar der Mobilfunkanbieter Vodafone. Hier werden die Bewegungsdaten der Kunden des Mobilfunkanbieters bis zu 210 Tagen gespeichert. Gefolgt von The Phonehouse Telecom: mit 120 Tagen, Drillisch/SIMply: 92 Tage, E-Plus speichert die Daten 80 Tage und Telekom: 30 Tage.

Die Vorratsdatenspeicherung wird beispielsweise damit begründet, dass diese Daten für die Überprüfung der Glaubwürdigkeit von Einwendungen gegen Rechnungen genutzt werden. Hierfür soll allerdings lediglich die Daten-Speicherung des Aufenthaltsorts bei standortabhängigem Tarif, beispielsweise bei der Homezone zulässig sein. Bislang wird diese Vorgabe von der Telekommunikationsbranche offensichtlich größtenteils ignoriert. Obwohl für eingehend Anrufe im Regelfall keinerlei Gebühren anfallen werden auch diese Gespräche von Mobilfunkanbietern protokolliert.

Ausgehende Verbindungen, per SMS oder Gespräch werden selbst bei einer Flatrate / Pauschaltarif bis zu 210 Tagen gespeichert. Vodafone ist auch hier mit bis zu 210 Tagen Datenspeicherung auf Platz 1 gelistet. Gefolgt von EWETEL: mit 180 Tagen, The Phonehouse Telecom: mit 120 Tagen, Drillisch/SIMply: mit 92 Tagen, 80 Tage speichert E-Plus und die Telekom speichert immerhin noch 30 Tage. Selbst das Anrufen von kostenfreien Rufnummern wird von Telekommunikationsanbietern protokolliert.

Von einem Anbieter ist bekannt, dass sogar Netzinterne Verbindungen, bei welchem kein anderer Service-Provider beteiligt ist, gespeichert werden. Allen Handy-Nutzern, welche so gut es eben geht derartigen Datenspeicherungen entgehen möchten rät der AK Vorrat die Übersicht der Speicherdauer aller Anbieter einzusehen und gegebenenfalls die Konsequenzen ziehen und zu einem datenschutzfreundlichen Telekommunikationsanbieter zu wechseln.


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