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Anonymitaet im Internet verfuehrt zu leichtfertigem Umgang mit sensible Daten
Veröffentlicht am Donnerstag, 02.September 2010 von Redaktion


Datendiebstahl und soziale Netzwerke werden oft in einem Atemzug genannt. In einem dreiwöchigen Experiment der Virenschutzfirma BitDefender wurde einmal mehr bestätigt, dass Nutzer von sozialen Netzwerken zu leichtfertig eingehende Freundschaftsanfragen bestätigen. Sicherheitsexperten mahnen immer wieder wie wichtig es ist seine persönlichen Daten bestmöglich zu schützen.



Datendiebstahl ist ein lohnendes Geschäft für Internetkriminelle und Nutzer von sozialen Netzwerken, wie Twitter oder facebook sind immer wieder im Visier von Online-Betrügern. In einem dreiwöchigen Experiment der Virenschutzfirma BitDefender wurden weltweit 2000 Internet-Nutzer mit einer gefakten Freundschaftsanfragen angeschrieben. Die gefakte Freundschaftsanfrage stellte eine 21jährigen Blondine dar und wurde weltweit an je 1.000 Frauen und 1.000 Männer geschickt. Unglaubliche 94 Prozent der angeschriebenen Internet-Nutzer, im Alter zwischen 17 und 65 Jahren bestätigten die Freundschaftsanfrage.

Bei dem Experiment wurden die angeschriebenen Testpersonen in Phase 1 nach der Bestätigung des Kontaktes angefragt. Für Schritt 2 wurden von BitDefender einige Testpersonen ausgewählt, welche die Freundschaftsanfrage bestätigt hatten um eine kleine Unterhaltung, mit der vermeintlich 21jährigen Dame zu führen. Das Experten-Team wollte so herausfinden, wie viele private Informationen User unüberlegt preisgeben. Auffallend war, dass IT-Mitarbeiter scheinbar besonders anfällig für derartige Anfragen sind. 55 Prozent der Testpersonen, welche auf die gefakte Freundschaftsanfrage hereingefallen sind kamen aus der IT-Branche.

Ein wenig unverständlich ist wohl, dass von den 55 Prozent wiederum 31 Prozent allein im Bereich IT-Security tätig sind. 10 Prozent der IT-Mitarbeiter fassten zu der Blondine so schnell Vertrauen, dass sie der vermeintlich 21-Jährigen nach nur 30 Minuten Unterhaltung bereits sensible Informationen wie Adresse, Telefonnummer sowie den Namen von Vater und Mutter etc. verrieten. Alle Informationen, welche Kriminelle für den Klau von Passwörtern benötigen wurden recht schnell weiter gegeben. 72 Prozent der Probanden verrieten nach 2 Stunden Kommunikation sogar vertrauliche Daten über ihren Arbeitsplatz.

Zu den so erhaltenen Informationen gehörten unter anderen Informationen über noch nicht veröffentlichte Software oder Zukunftsstrategien. Weitere Resultate des Tests sind, dass nach 7 Tagen 94 Prozent der angeschriebenen Testpersonen den Kontakt bestätigt hatten. Nach Bestätigung der Freundschaftsanfrage fragten nachträglich zumindest noch 13 Prozent der Befragten woher man sich kenne. Als Hauptgrund für die Kontaktaufnahme gaben 53 Prozent "das schöne Gesicht" der 21-Jährigen an.

BitDefender e-Threat-Analyst und Autorin des Experiments, Frau Sabina Datcu kommentiert das Experiment: "Viele Social-Network-Nutzer scheinen sich online in einer gewissen Anonymität und Sicherheit zu wägen und geben viel schneller Daten preis als in einem Faceto-Face-Treffen." Weiter führt Frau aus: "In einem persönlichen Treffen mit der jungen Dame hätten die meisten unserer Probanden wahrscheinlich deutlich weniger Informationen über sich herausgegeben." BitDefender versichert, dass keine privaten Informationen und Nutzerdaten, die im Laufe des Experiments gesammelt wurden, gegen den Willen der betreffenden Personen gespeichert oder zur weiteren Verwendung genutzt wurden.


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