Vor dem Handy-Trojaner Skulls.L warnt das Virenschutz-Unternehmen F-Secure, welcher sich als Antiviren-Programm Mobile Anti-Virus tarnt und sich über MMS sowie Bluetooth seit einigen Tagen stark verbreitet, berichtete das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe.
Sobald der Trojaner ein Symbian-Handy infiziert hat, zerstört er alle System-Dateien und verhindert so die Nutzung von installierten Smartphone-Anwendungen.
Nach Experten-Schätzungen verzehnfachte sich die Zahl der Viren-Angriffe auf Handys seit November letzten Jahres und der Virus Commwarrior ist in der Zwischenzeit in Deutschland angekommen. Mittlerweile hat sich der Handy-Virus Commonwarrior in weltweit 12 Ländern verbreitet und treibt die Kosten für Besitzer infizierter Handys nach oben, weil er massiv MMS-Nachrichten verschickt.
Obwohl sich die Viren-Angriffe auf Handys seit November 2004 verzehnfacht haben, ist die Gefahr einer Infizierung niedriger als bei PCs aber dennoch konzentrieren sich die Viren-Autoren laut Experten zunehmend auf die Programmierung von Handy-Viren.
“Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Programmierer Mechanismen gefunden haben, die auch die Handy-Viren effektiv arbeiten lassen.“, sagte Hans-Joachim Diedrich, der Geschäftsführer von F-Secure.
Ein paar Mobilfunk-Unternehmen in Europa, den USA und Asien planen als vorbeugende Maßnahme die Einrichtung von Virenschutz-Lösungen in ihren Gateways wodurch die Virenverbreitung unterbunden werden soll.