Der Karlsruher Provider Schlund+Partner eine Tochterfirma der Firmengruppe United Internet AG hatte im Jahre 2003 einen speziellen Server eingerichtet der als Honeypot agiert und seit seinem Start bereits 4,12 Milliarden Spam-Mails abfing und zur Verhaftung eines US-Spammers führte, berichtete Spiegel Online heute.
Der Spezial-Server dient zur Forschung und soll die eigenen Spamfilter verbessern. Im Falle von heftigen Spam gibt Schlund+Partner die Daten an staatliche Behörden weiter. In den USA wurde vor rund sieben Tagen ein Spammer durch das seit letzten Jahr gültige CAN-Spamgesetz und den zugesandten Daten von Schlund+Partner verhaftet.
Nach einem aktuellen Bericht der Federal Trade Commission (FTC) vom Dezember letzten Jahres sind noch immer etwa 60 % aller eMails nervige Spam-Nachrichten. Allerdings stieg die Zahl der versendeten Spam-Mails nicht weiter an.
Der vor einer Woche in den USA verhaftete Spammer muss nach Angaben der US-Staatsanwaltschaft wohl für zwei bis Jahre ins Gefängnis. Er bekennte sich in der Zwischenzeit schuldig die Spam-Mails versandt zu haben wo er Diät-Produkte und Potenzmittel beworben hatte.