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Identitaetsdiebstahl auf dem Vormarsch
Veröffentlicht am Wednesday, 09.June 2010 von Redaktion


Nach einer aktuellen Studie des Bundesinnenministeriums ist der Identitätsdiebstahl weiter auf dem Vormarsch und erfasst verstärkt soziale Netzwerke, eMail-Konten und Auktionsplattformen. Laut dem 400 Seiten starken Bericht steht bei den Cyberkriminellen das Geld verdienen im Mittelpunkt.



Nach einer aktuellen Studie des Bundesinnenministeriums ist der Identitätsdiebstahl weiter auf dem Vormarsch und erfasst verstärkt soziale Netzwerke, eMail-Konten und Auktionsplattformen. Laut dem 400 Seiten starken Bericht steht bei den Cyberkriminellen das Geld verdienen im Mittelpunkt. Die Gewinnmaximierung spielt die Hauptrolle und ist mit dem spielerischen Hackertätigkeiten der Vergangenheit nicht mehr vergleichbar.

Das Onlinebanking in Deutschland ist für kriminelle Naturen mit einem hohen Aufwand verbunden, denn die Bankkunden setzen verstärkt auf neue Sicherheitstechniken wie HBCI-Banking, TAN-Generatoren oder Mobile Banking. Die Cyberkriminellen haben aber Alternativen zum Bankraub entdeckt und zwar geraten die Verkaufsplattformen immer stärker in ihren Fokus. Sie knacken Nutzerkonten, bieten anschließend hochpreisige Produkte an, kassieren den Kaufpreis und verschwinden dann ohne die Ware geliefert zu haben auf Kosten des echten Kontoinhabers.

Die Malware wird immer professioneller und dazu in der Lage hochmoderne Abwehrtechniken zu umgehen. Die Trojaner werden besonders gerne eingesetzt und können ohne Wissen des Users sensible persönliche Daten stehlen. Bei ihren Angriffen setzen die Cyberkriminellen auf manipulierte Webseiten um ihre Trojaner zu verbreiten und nutzen Sicherheitslecks in wenig gepflegten Onlineportalen aus. Sollte ein Anwender die manipulierte Webseite besuchen erfolgt unbemerkt die Infizierung des Rechners mit der Malware.

Der elektronische Personalausweis (ePA) wird den Identitätsdiebstahl nach Studie nicht verhindern aber vermindern können. Das Phishing kann durch den ePA unterbunden werden, sollten Datendiebe versuchen etwa in einem Onlineshop sensible Kontodaten zu stehlen. Im vergangenen Jahr wurde ein Großteil der Computer nur durch den Aufruf von Webseiten und manipulierten PDF-Dokumenten angegriffen. Die Studienautoren empfehlen das Betriebssystem und den Browser regelmäßig zu aktualisieren. Eine Firewall und aktuelle Virenschutzsoftware sollte ebenfalls eingesetzt werden.


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